Eisenbahner Sportverein Dresden e.V. - Abteilung KANU - Drachenbootteam Froschcotta
18 | 05 | 2021

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Elba-Sichten - Sichtweisen meistens sechzig Zentimeter über dem Meeresnull


Am Donnerstag vor Karfreitag, gab es ab 13 Uhr im Bootshaus ESV Dresden unser großes Sammeln und Packen. Die Mitbringsel und Sportboote sind schnell verstaut. Unsere Vorabsprachen zahlen sich aus.
Nur die Personen selbst brauchen viel mehr Zeit, die ersten Individualisten geben sich zu erkennen. Worte wie, vergessen, oder besser ist ich hole dass noch von zu Hause, oder, ja mein Kind, das holt der Papa auch noch, sind zu hören. Alles kein Problem, denn wir haben Urlaub in Aussicht mit schönen Zielen.

Als dann endlich der Bootswagen mit den 6 Booten am VW-Bus angekoppelt wird, hat jeder die Zuversicht, dass es nun gleich losgeht. Weit gefehlt, es gibt kein Licht am Bootsanhänger. Wo ist der passende Kupplungsadapter? Die Ideen und Handys glühen. Die Lösung ist, los fahren und unser Verfolgungsauto bildet das Schluss- und Bremslicht für alle. An der nächsten KFZ- Ersatzteilestelle wird der Adapter gekauft und wieder zurückgegeben, weil ein ruhig gebliebener Sportfreund den Adapter derweil in der Seitentür des Busses gefunden hat. Gegen 18 Uhr sind wir dann endlich auf der Autobahn in Richtung Süden.

Karfreitag, 06.04. Italien ist erreicht. Vorbei an Pisa weiter nach Piombino, 11.00 Uhr Ankunft in Porto Piombino. Die Autofähre zur Insel Elba sehen wir abfahren. Wir sind richtig. Die nächste soll unser sein. Schnell noch die Fährkarten gekauft und um 12.30 Uhr schwimmen wir nach Portoferraio auf Elba.

Das Wetter ist warm, sonnig und windstill. Das haben wir uns auch verdient, nach dieser Nachtfahrt, weg von dem trüben kalten Deutschland. Nach einer Stunde, schön langsam von der Fähre runter, damit die Zugvorrichtung vom Anhänger nicht aufsitzt. Die Mobile sind geborgt und sollen nicht beschädigt werden. In die Mannschaft zieht südländische Leichtigkeit ein. Eine tolle Landschaft, der mediterrane Duft, das Mittelmeer, wenige Touristen, deshalb fliesender Verkehr und wir sind gleich am Ziel.

Mitsamt dem Hänger fahren wir kurvenreich hoch nach Rio Nell` Elba und wollen runter nach Nisporto. Der Campingplatz ist schon zu erahnen. Wenn man vom 400 Meter Pass runterblickt bzw. dann die Serpentinen runter fährt, weis man, dass auf Meereshöhe Schluss sein muss mit der ewigen Kutscherei. Einen kurzen Moment noch? Und der Bootshänger kippt um. Mit ganz neuen Geräuschen werden wir an der Weiterfahrt gehindert.